Was haben denn OMAS in der Schule zu suchen? Ganz viel! Gerade in einer Zeit, in der die freiheitlich‑demokratische Grundordnung und ihre Werte zunehmend herausgefordert werden, sehen wir es als wichtige Aufgabe, jungen Menschen demokratische Werte anschaulich erlebbar zu machen und den Heranwachsenden zu zeigen, wie zivilgesellschaftliches Engagement konkret aussehen kann.
Deshalb hat sich bei uns auch eine “Arbeitsgruppe Schulen” gebildet, die sich genau dieser Aufgabe widmet und als Einstieg einen Workshop “No hate – Debate” für Dresdens Oberschulen anbietet. Davon unbesehen flatterte bei uns Ende letzten Jahres eine Anfrage von einem Dresdner Gymnasium herein, ob wir unsere Arbeit im Rahmen des Projektunterrichtes zum Thema “Perspektivwechsel der Generationen” vorstellen könnten. Dieser Einladung kamen wir natürlich sehr gern nach! Unsere “Schul-OMAS” Annemone und Gabriele waren vor Ort und berichten von ihren sehr interessanten Erlebnissen.
Am 17.12.2025 trafen wir im Gymnasium auf 13 Schülerinnen und Schüler (SuS), eine Lehrerin und eine Sozialpädagogin. Die SuS waren zwischen 14 und 16 Jahren alt und stammten aus verschiedenen 8. Klassen des Gymnasiums.
Ausgangspunkt war eine Projektarbeit zum Thema “Alter”. In dem Zusammenhang hatten die SuS schon eine Pflegeeinrichtung besucht und sich über eher negative Auswirkungen des Alters, wie Pflegebedürftigkeit, Immobilität, gesundheitliche Einschränkungen und Demenz informiert. Wir OMAS GEGEN RECHTS stellten nun sozusagen den Gegenpart – den der “aktiven Alten” – dar. Es ging darum, darzustellen, warum wir uns engagieren, warum wir auch politisch aktiv sind, wofür wir stehen, was wir erreichen oder eben auch nicht erreichen, und was das mit uns macht.
Nach einer kurzen Vorstellung spielten wir ihnen als Diskussionseinstieg und Angebot unsere Straßenbahnszene vor, die wir für unseren Bildungs-Workshop “No Hate – Debate” kreiert haben. Dabei spielt Gabi eine OMA GEGEN RECHTS und wird deshalb von mir verbal angegriffen und beleidigt. Über die Fragen “Wie habt ihr euch dabei gefühlt?”, “Habt ihr so etwas Ähnliches schon mal erlebt?” kamen wir ins Gespräch.
Mittels unserer Website informierten wir über unsere Arbeit. Dabei kamen dann sehr interessante, aber auch sehr nachdenklich stimmende Fragen auf, wie z.B.
- “Welche Nationalitäten werden nach Machtantritt der AfD zuerst abgeschoben?”,
- “Wie viele Generationen müssen hier gelebt haben, damit man als Deutsch gilt?”
- Oder bei der Frage nach den eigenen Zukunftsplänen kam auch: “Man weiß gar nicht, was man jetzt am besten studiert oder ob man nicht lieber ein duales Studium macht…”
- “Wie war das damals mit den Juden – und kann das jetzt mit den Migranten, vor allem den Muslimen, auch passieren?”
Gabi fragte, ob denn zu Hause darüber gesprochen wird, die Antwort war “eher wenig”, bzw. nur bei wenigen.


Unser Glücksrad sorgte dann für weiteren Gesprächsstoff und auch das OMA-Memory kam zum Einsatz – und natürlich wurden Gabis Kekse mit OMA-Aufdruck verspeist.
Zum Schluss schrieben die SuS auf, welche Bedeutung Demokratie für sie hat:

Wir hoffen, dass den SuS diese Begegnung genausoviel Spaß gemacht hat wie uns und sind zuversichtlich, dass sie auch etwas daraus mitgenommen haben.
Annemone
