Bewegender Mahngang in Heidenau

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Noch bevor wir unsere Stellungnahme zum Heidenauer Stadtratsbeschluss gegen die Verlegung weiterer Stolpersteine abschickten, nahmen fünf Frauen aus unserer Gruppe am Sonntag, 4. Oktober an einem Mahngang in Heidenau teil.

Nach einer Auftaktkundgebung am Heidenauer Rathaus führte der Mahngang zu drei Orten, an denen Stolpersteine hätten verlegt werden sollen. Dort wurden symbolische Stolpersteine niedergelegt und die Biografien der Menschen verlesen, an die an diesen Orten erinnert werden soll.

Für mich wurde auf diesem Mahngang all das, was wir in unserer Stellungnahme formuliert hatten, noch einmal ganz eindrücklich spürbar: Wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Menschen, die einer mörderischen Ideologie zum Opfer fielen, im Alltag wachzuhalten.

Besonders bewundernswert finde ich den Mut und die Entschlossenheit der Initiator*innen des Vereins “Alternatives Kultur- und Bildungszentrum” Pirna (AKuBiZ e.V.), die diese Veranstaltung organisiert haben. In einem zunehmend rauer werdenden politischen Klima zeigen sie unerschrocken Haltung und Gesicht.

Umso stärkender dürfte es auch für sie gewesen sein, dass sich an diesem Sonntagnachmittag rund 200 Menschen versammelt haben. Ihre große Beteiligung hat eindrücklich gezeigt, dass das gemeinsame Erinnern und das Eintreten für eine offene und demokratische Gesellschaft viele Menschen bewegt.

Am Sonntag, 8. November wird eine weitere Veranstaltung in Heidenau stattfinden.

Astrid