Zusammenstehen in Erfurt: Reminiszenz

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Am 4. und 5. Juli 2026 hielt die AfD ihren Bundesparteitag in Erfurt ab. Eine extrem rechte Partei, die spaltet, ausgrenzt und Menschenrechte offen infrage stellt.

Gemeinsam mit vielen tausenden Menschen (darunter unzählige OMAS GEGEN RECHTS aus ganz Deutschland) waren auch etliche OMAS aus Dresden mit vor Ort, um den Protest zu unterstützen und gemeinsam ein deutliches Zeichen zu setzen.

Nachfolgend einige sehr lesenswerte persönliche Impressionen.


Schon am Freitag vor dem grossen Demo-Tag haben sich die OMAS GEGEN RECHTS aus vielen Regionen unseres Landes auf dem Erfurter Bahnhof getroffen, um gemeinsam an einer antifaschistischen Stadtführung teilzunehmen. Es war ein sehr gutes Gefühl, gemeinsam mit 200 OMAS GEGEN RECHTS durch die wunderschöne Erfurter Innenstadt zu laufen und die Spuren der Geschichte kennenzulernen. Unser Fazit: Wehret den Anfängen!

Nach einer kurzen Nacht hieß es früh aufstehen, um die Zubringerdemo zur Messe um 6 Uhr zu erreichen. An diesem herrlichen Sommermorgen trafen sich vor dem Erfurter Bahnhof Tausende Antifaschisten, um klare Kante gegen Rechts zu zeigen. Wieder haben sich die OMAS GEGEN RECHTS gemeinsam auf den Weg gemacht, begleitet von den freundlichen Begrüßungen der Jungen an der gesamten Strecke bis zur Messe. Auf diesem langen Demospaziergang gab es viele Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs. Wir nehmen viel Input mit.

Der ganze Tag war erfüllt mit vielen Begegnungen, Gesprächen und kulturellen Höhepunkten – ob beim Konzert eines Kneipenchores oder beim Entspannen in der OMA-Oase.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Begegnungen, bei denen wir klar deutlich machen, was uns wichtig ist für die Zukunft unserer Enkel.

MJ


Der Protest fand auf gleich drei Ebenen statt.

Das Erfurter Bündnis Zusammenstehen hatte gemeinsam mit vielen, vielen Menschen die Stadt mit einem Fest der Demokratie gefüllt! Überall Stände, Bühnen, Aufenthalts- und Ruheorte in der ganzen Innenstadt verteilt.

Der parallel dazu stattfindende 5 km lange Protestzug vom Bahnhof in Richtung Messe und zurück war von absolut beeindruckender
Dimension und die Kundgebung am Ort des Parteitages durfte direkt vor den Toren der Messe viel Raum einnehmen.

Und dann war da noch die Gruppe der vielen, vielen jungen Menschen, die seit den frühesten Morgenstunden die Wege zur Messe blockiert hatten und später zur Kundgebung an der Messe in schier endloser Zahl einliefen und wie Held*innen gefeiert wurden.

Susanne


Wir waren so viele! Wunderbar! Sehr viele junge Leute – und OMAS überall, aus allen Teilen Deutschlands. Bestes Wetter, tolle Stimmung, meines Wissens alles friedlich – ein schöner Tag, auch wenn der Anlass unerfreulich war.

Besonders beeindruckt hat mich, was die Erfurter hier auf die Beine gestellt haben, alles bestens organisiert. So viele Initiativen und Organisationen, solch ein vielseitiges Programm, die ganze Stadt im Zeichen des Miteinanders gegen Rechtsextremismus!

Ulrike


Als Anna Ohnweiler im Bühnenprogramm mit den Worten ” Die OMAS GEGEN RECHTS haben sich mittlerweile zur größten Frauenbewegung entwickelt” anmoderiert wurde, ist es mir warm ums Herz geworden. Dazu die vielen jungen Frauen , die mit Schildern “Feminismus statt Faschismus” unterwegs waren! Die Frauenbewegung lebt weiter! Neben all den anderen friedlichen, bunten Eindrücken ein ermutigendes Zeichen!

Ich bin froh, dabei gewesen zu sein und wieder einmal zu erleben: wir sind so viele, die ganz unterschiedlich dem braunen Unwesen etwas entgegen setzen! Danke für unser Miteinander!

Astrid


Entgegen der Berichterstattung einiger Medien, die wieder einmal ausschlielich über einzelne Gewalttaten durch Demonstranten berichteten, erlebten wir einen sehr friedlichen, fröhlichen und solidarischen Protest in großem gemeinschaftlichen Miteinander. Dementsprechend fiel auch der Bilanz der Polizei aus – weit überwieged friedlicher Protest mit vereinzelt kleineren Auseinandersetzungen, die schnell beendet werden konnten.

Barbara


Zum Abschluss (für uns) spielte die Banda Comunale auf dem Anger! Beim Tanzen wurden die Beine wieder locker. Und sie stellten eine wichtige Frage: Welche positive Vision der Gesellschaft bieten uns die demokratischen Parteien, die uns regieren, und die wir hier verteidigen, eigentlich an?

Helga