Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. So habe ich mich am vergangenen Wochenende gefühlt.
Aber der Reihe nach: Am Samstag ging das große, vom Bündnis „Sachsen-Anhalt. Weltoffen!“ organisierte Demokratiefestival in Magdeburg über die Bühne. Für dessen Unterstützung waren OMAS GEGEN RECHTS aus ganz Deutschland angereist – und bestimmten an diesem Wochenende zu einem guten Teil das Stadtbild 🤗💪.
Freitag Abend: Kunterbuntes Treffen vieler OMA-Gruppen
Die ESG Magdeburg stellte uns dafür freundlicherweise ihre Räumlichkeiten in der Wallonerkirche zur Verfügung – und es wurde ausgiebig getafelt, geredet und natürlich auch gesungen. Die OMAS GEGEN RECHTS sind ja dezentral und eigenverantwortlich in Orts-und Regionalgruppen organisiert, aber sie sind gut vernetzt – und es ist immer wieder ein Fest, wenn wir uns dann auch mal “in echt” begegnen können. Die Stimmung war dementsprechend bestens, und wir machten regen Gebrauch von der Möglichkeit, uns untereinander auszutauschen. Ein besonderes Highlight waren die “Lieblingsprojekte”, die von einigen Gruppen vorgestellt wurden und Anregung zur Nachahmung gaben.



Samstag Vormittag: Projekt “Gegen das Vergessen”

Gegen das Vergessen ist ein Projekt des deutsch-italienischer Fotografes und Filmemachers Luigi Toscano, für das er über 400 Holocaust-Überlebende porträtiert und im öffentlichen Raum ausgestellt hat.
Am Samstag sollten ca. 20 der großformatigen Plakate beim geplanten “Weg durch die Stadt” von den anwesenden OMAS GEGEN RECHTS durch die Stadt getragen werden.
Da machte uns allerdings der Wind einen Strich durch die Rechnung: Die Böen waren teilweise so stark, dass ein Tragen der Plakate unverantwortlich gewesen wäre.
Stattdessen präsentierten wir die Bilder kurzerhand rund eine Stunde lang vor der Fassade des Magdeburger Doms. Hier auch noch eine Reminiszenz von Luigi selbst.

Samstag Nachmitag: Zubringer-Demo und Demokratiefestival in Magdeburg
Mit dem großen Demokratiefestival in Magdeburg stieg am Nachmittag der Haupt-Act des Wochenendes. Und natürlich war es großartig! Ich lasse Bilder sprechen…




Eine dedizierte Würdigung verdient dieser besonders treffende Anwendungsfall für Futur 2 – oder ist es doch Futur 3? 🤔
(PS: Es handelt sich übrigens um ein sogenanntes Doppelperfekt im Futur II (auch Futur-III-Ersatzform oder Ultra-Futur genannt) 😉.)
Sonntag Vormittag: Stadtführung

Bei der eigens für die OMAS GEGEN RECHTS organisierten Stadtführung am Sonntag Vormittag konnte ich leider selbst nicht mehr dabei sein, habe aber viele lobende Worte darüber gehört.
Unser großer Dank geht besonders an Christiane, aber auch alle anderen Frauen von den Magdeburger OMAS GEGEN RECHTS für die perfekte Organisation des gesamten Wochenendes!
Alles an allem also ein rundum gelungener Einsatz, von dem wohl viele OMAS und OMA-Gruppen so wie ich beseelt und voller Energie nach Hause zurückgekehrt sind.
Und dann?
Sonntag Abend: Ernüchterung
Darüber wurde nun wahrhaftig schon zur Genüge in den Medien berichtet, deshalb spare ich mir hier weitere Erörterungen. Eine gelungene Einordnung findet sich unter Jetzt haben wir den Salat – und was nun zu tun ist!.
Und nun?
Innehalten ist erlaubt. Ebenso wie weinen oder fluchen – je nach Typ 😉.
Aber als noch am Sonntag Abend in unseren diversen Vernetzungs-Chats unzählige an die OMAS in Sachsen-Anhalt gerichtete Solidaritätsbekundungen von OMAS aus ganz Deutschland hereinflatterten, da wusste ich es wieder: Aufgeben ist keine Option. Und niemand wird alleingelassen 💞.
Himmelhoch jauchzend. Zu Tode betrübt. – Aber dann: Aufstehen, Krönchen richten. Weitermachen!
ALLE. ZUSAMMEN. GEGEN DEN FASCHISMUS!
