Diese Mahnwache von Attac findet schon seit 10 Jahren statt, um an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zu erinnern und die Abschaffung dieser schrecklichen Waffen zu fordern. Wir, acht Frauen, haben Attac diesmal unterstützt und einen Nachmittag an der Kreuzkirche gestaltet.
Wir haben viele, viele Kraniche gefaltet – das Friedenssymbol aus Hiroshima. Wir haben die Geschichte dieses Symbols vorgestellt und den schon bewährten Text „Sag Nein!“ von Wolfgang Borchert vorgetragen. Wir sind mit Passanten und mit den anderen Teilnehmern der Mahnwache ins Gespräch gekommen.
Warum war uns das wichtig?
Die Gefahr, dass Atomwaffen modernisiert und verbreitet werden, dass zur Abschreckung mit ihrem Einsatz gedroht wird, und dass sie (absichtlich oder versehentlich) tatsächlich eingesetzt werden, ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Das ist absolut inakzeptabel, denn die Folgen wären katastrophal, eigentlich übersteigen sie jede Vorstellungskraft.
Auch Deutschland beteiligt sich an dieser gefährlichen Politik. Die US-Atomwaffen in Büchel sollen für sage und schreibe 12 Milliarden Euro modernisiert werden. Diese Atombomben sind in der Verfügungsgewalt der USA, aber deutsche Piloten sollen sie an ihr Ziel tragen. Die Bundesregierung will außerdem mit Frankreich bei Atomwaffen kooperieren.
Diese Politik schafft keine Sicherheit, wir wissen es noch aus den 80er Jahren. Darum fordern wir gemeinsam mit Attac:
- Keine nukleare Aufrüstung!
- Stattdessen ernsthaftes Bemühen, zumindest bei Atomwaffen Vertrauensbildung und Abrüstung zu erreichen!
- Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag!
Außerdem wünschen wir uns, dass Dresden eine aktivere Rolle bei den Mayors for Peace einnimmt. Dresden ist seit 1985 Mitglied dieses Netzwerks, dem tausende Städte in der ganzen Welt angehören.
Helga
