Offener Brief an CDU und FDP nach Demo “Zeit zum Handeln”

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Wir haben offizielle Vertreter von CDU und FDP bei der Demo „Zeit zum Handeln“ am 13. September in Dresden vermisst – und ihnen unsere Gedanken dazu in einem offenen Brief übermittelt.

Das Schreiben ging (mit jeweils entsprechend angepassten Details) an Dresdner Stadträtinnen und Stadträte von CDU und FDP, an die Dresdner CDU-MdSL und CDU-MdB.

Demokratie braucht Präsenz und Bürgernähe – Zeit zum Handeln!

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

wir, die Initiative OMAS GEGEN RECHTS.DRESDEN, wenden uns heute mit einem wichtigen Anliegen an Sie als gewählte Vertreterinnen und Vertreter einer etablierten demokratischen Partei.

Die Verteidigung und der Erhalt unserer demokratischen Kultur sind keine Aufgaben, die man dem Zufall oder allein zivilgesellschaftlichen Akteuren überlassen darf. In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt und extremistische Kräfte lauter werden, sind wir fest davon überzeugt, dass das Vertrauen in unsere Demokratie vor allem durch sichtbare Präsenz, Bürgernähe und den direkten Austausch über die Sorgen der Menschen vor Ort gestärkt wird.

Umso bedauerlicher fanden wir und viele Teilnehmende es, dass insbesondere Vertreter der CDU und FDP des Dresdener Stadtrates wie auch Dresdner CDU-Mitglieder des Landtages und des Bundestages bei der Großveranstaltung „Zeit zum Handeln“ am 13. September in Dresden nicht in Erscheinung getreten sind. Während andere Parteien und zivilgesellschaftliche Initiativen den Raum genutzt haben, um zuzuhören, Präsenz zu zeigen und ein klares Signal für den Schutz unserer Demokratie zu senden, blieb Ihr Platz leer. Ein solches Fernbleiben sendet in der aktuellen politischen Landschaft ein fatales Signal. Es erweckt den Eindruck, als wollten oder könnten sich CDU und FDP aus Dresden an den entscheidenden Orten des bürgerschaftlichen Dialogs nicht mehr einbringen.

Wir halten es für ein wichtiges Zeichen, wenn bei solchen überparteilichen, zivilgesellschaftlichen Veranstaltungen alle demokratischen Kräfte gemeinsam in Erscheinung treten. Und gerade von Ihnen, die Sie Verantwortung für diese Stadt und unser Land tragen, erwarten wir, dass Sie dort hingehen, wo die Sorgen und Ängste, aber auch das Engagement der Menschen spürbar sind.

Aus diesem Grund möchten wir Sie herzlich dazu ermutigen, künftig verstärkt den direkten Weg in den zivilgesellschaftlichen Dialog zu suchen.

Die Menschen in Dresden brauchen eine verlässliche, sichtbare und ansprechbare Mitte. Wir fordern Sie auf, dieser Rolle im Stadtrat, im Landtag, im Bundestag und auf den Straßen unserer Stadt spürbar und aktiv gerecht zu werden.

Da uns ein konstruktives Miteinander am Herzen liegt, bieten wir Ihnen sehr gern ein persönliches Gespräch an, um über die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger und gemeinsame Wege zur Stärkung der Demokratie in Dresden zu sprechen.

Mit freundlichen Grüßen
OMAS GEGEN RECHTS.DRESDEN

(PDF-Datei: 2026-09 Offener Brief nach Zeit zum Handeln)